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Christian Freibott informierte über E-Mobilität

18.04.2018 | Velbert

Christian Freibott informierte über E-Mobilität

Auf dem jüngsten Monatstreffen der Wirtschaftsjunioren (WJ) Niederberg referierte Christian Freibott, Geschäftsführer der Velberter Eurotec Elektrotechnik GmbH & Co. KG, vor rund 20 Interessenten zum Thema E-Mobilität. „E-Mobilität ist für regelmäßige kurze Strecken oder als Zweitwagen schon heute eine gute Lösung“, ist er sich sicher. Als sein 1996 gegründetes Unternehmen sich vor fünf Jahren dem Thema näherte, schaffte Freibott sich selbst einen Tesla an, um möglichst viel über Elektromobile zu lernen.

„Wir installieren als klassisches Elektrounternehmen alles von der Steckdose bis zu Smart-Home-Kompenenten, sind aber immer auf der Suche neuen Geschäftsfeldern.“ So wurden Christian Freibott und seine Mitarbeiter bald zu Experten für den Aufbau von Ladesäulen und Wall-Boxen. Dabei stellten sie allerdings schnell fest, dass die Dienstleistung über die rein bautechnische Arbeit hinaus ging. „Das Feld ist sehr beratungsintensiv: Kann ein E-Auto auch über eine normale Steckdose geladen werden? Was muss installiert werden? Reicht mein Stromanschluss dafür aus? Wie lange dauert ein Ladevorgang? Wie weit komme ich damit? Kann der Akku auch überladen?“ Und das waren nur die Fragestellungen, die Freibott spontan einfielen. „Die Ladestation und das Auto ‚kommunizieren‘ miteinander, sodass immer die richtige Leistung ankommt und ein Überladen verhindert wird.“

Den Tesla hat Christian Freibott inzwischen in einen BMWi3 „eingetauscht“, ist mit der Reichweite beider Autos durchaus zufrieden. „Mit dem Tesla bin ich damals durch ganz Deutschland gefahren. Und manchmal hatte ich durchaus auch Schweißperlen auf der Stirn, weil die Reichweitenanzeige noch gerade zehn Kilometer anzeigte und ich nicht wusste, wo ich die nächste Lademöglichkeit finde. Aber ich bin immer angekommen und musste auch nie abgeschleppt werden.“ Einmal wurde ihm sogar von einem Bauern ausgeholfen, der ihm die Aufladung per Drehstrom anbot. Selbstverständlich hat Freibott sowohl an seinem Privathaus wie auch in der Firma eine Lademöglichkeit für sein E-Auto.

Inzwischen konnte Eurotec deutschlandweit fast 40 Ladestationen in Betrieb nehmen. Eine Wallbox für den privaten Bereich beginnt bei etwa 800 Euro, kann aber je nach Ausführung auch bis zu 2500 Euro kosten. Beispielsweise lässt sie sich direkt mit einer vorhandenen Photovoltaikanlage verbinden oder ein geeichte Zähler angebracht werden. „In diesem Jahr haben wir einen deutlichen Anstieg der Nachfragen zu verzeichnen.“ In Zusammenhang bring Christian Freibott das einerseits mit der Diesel-Debatte, aber auch mit der Förderung durch das Land NRW. „Installieren kann eine Ladestation im Prinzip übrigens jeder, die Herausforderung liegt aber in der Inbetriebnahme.“ Dazu seien neben den Kenntnissen auch die richtigen Messgeräte notwendig.

Aus der Runde der Zuhörer kam aber auch Kritik an der E-Mobilität. Diese bezog sich zum Beispiel auf die Art der nicht immer umweltfreundlichen Stromerzeugung, die Entsorgung der Altakkus – zu der es noch keine Erfahrung gibt – und die Zweifel an der Wirtschaftlichkeit.

Ein weiteres Problem wurde in der noch fehlenden Dichte öffentlicher Ladestationen gesehen. Diese lassen sich beispielsweise über die Website https://www.goingelectric.de/stromtankstellen einsehen.

Text: Stefan Mülders | Fotos: Eurotec Elektrotechnik


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